Verstellmöglichkeiten und Techniken bei Monitorarmen
Bei Monitorarmen für 1 Monitor sorgt die Federtechnik dafür, dass sich der Bildschirm leichter bewegen und in der gewünschten Position halten lässt. Besonders bei Arbeitsplätzen, an denen der Monitor regelmäßig neu ausgerichtet wird, ist sie ein wichtiger Komfortfaktor. Je nach Modell kommen Zugfedern oder Gasfedern zum Einsatz. Beide Varianten unterstützen die Höhenverstellung, unterscheiden sich jedoch im Aufbau, im Verstellgefühl und in der Art, wie sie das Gewicht des Monitors ausgleichen.
Monitorarme mit Zugfeder
Monitorarme mit Zugfeder nutzen eine mechanische Federkonstruktion, um das Gewicht des Monitors auszugleichen. Der Aufbau ist vergleichsweise simpel und robust, da keine gasdruckunterstützte Mechanik benötigt wird. Das macht Zugfederarme besonders langlebig, zuverlässig und wartungsarm.
Sie eignen sich gut für Arbeitsplätze, an denen der Monitor ergonomisch ausgerichtet werden soll, aber nicht ständig neu positioniert wird. Die Federkraft lässt sich in der Regel auf das Gewicht des Bildschirms einstellen, sodass der Monitor sicher in der gewünschten Position bleibt. Damit sind Zugfederarme eine praktische Lösung für dauerhaft eingerichtete Einzelarbeitsplätze mit hoher Stabilität und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Monitorarme mit Gasfeder
Monitorarme mit Gasfeder ermöglichen eine besonders leichtgängige und komfortable Verstellung des Bildschirms. Die integrierte Gasdruckfeder unterstützt die Bewegung des Arms und gleicht das Monitorgewicht gleichmäßig aus. Dadurch lässt sich der Bildschirm mit wenig Kraftaufwand anheben, absenken, schwenken oder neu ausrichten.
Gasfederarme sind besonders sinnvoll, wenn die Monitorposition häufig verändert wird. Das gilt nicht nur für höhenverstellbare Schreibtische oder wechselnde Sitz- und Stehpositionen, sondern auch für gemeinsam genutzte Arbeitsplätze, Empfangsbereiche, Verkaufsstellen oder Beratungsplätze. Dort kann der Bildschirm schnell zum Nutzer, Kunden oder Kollegen ausgerichtet werden, ohne dass die Einstellung aufwendig angepasst werden muss.
Heavy-Duty-Monitorarme für große und schwere Monitore
Heavy-Duty-Monitorarme eignen sich für Monitore, die durch Größe, Gewicht oder Bauform höhere Anforderungen an die Halterung stellen. Als Orientierung gelten häufig Monitorarme mit einer Traglast ab etwa 15 kg als besonders belastbare Lösungen. Relevant ist das vor allem bei großen Ultrawide- und Curved-Monitoren ab etwa 34 Zoll. Durch die breite Bauform entsteht eine stärkere Hebelwirkung auf Gelenke, Federmechanik und Tischbefestigung, auch wenn das reine Monitorgewicht auf den ersten Blick noch innerhalb der angegebenen Traglast liegt.
Deshalb sollte bei großen oder gebogenen Displays nicht nur auf die maximale Tragkraft geachtet werden. Wichtig sind auch eine stabile Konstruktion, eine passende VESA-Aufnahme, eine belastbare Tischklemme oder Durchtischbefestigung sowie ein sicherer Halt in der gewünschten Position. Ein Heavy-Duty-Monitorarm sorgt dafür, dass auch größere Bildschirme zuverlässig ausgerichtet werden können, ohne abzusinken oder regelmäßig nachjustiert werden zu müssen.
Befestigungsmöglichkeiten für Monitore
Die Befestigung eines Monitorarms sollte zur Tischplatte und zum gewünschten Einsatz passen. Gängig sind vor allem zwei Varianten: die Montage mit Tischklemme an der Tischkante oder die Befestigung über eine Bohrung in der Tischplatte. Viele Monitorarme werden bereits mit beiden Befestigungsoptionen geliefert, sodass je nach Schreibtisch flexibel zwischen Tischklemme und Durchtischbefestigung gewählt werden kann.
Monitorarm mit Tischklemme
Monitorarme mit Tischklemme werden direkt an der Tischkante befestigt. Die Montage ist in der Regel schnell erledigt und erfordert keine Bohrung in der Tischplatte. Dadurch eignet sich diese Befestigungsart besonders, wenn der Arbeitsplatz flexibel bleiben soll oder der Monitorarm später wieder rückstandslos entfernt werden soll.
Wichtig ist, dass die Tischkante gut zugänglich ist und die Plattenstärke zur Klemmhalterung passt. Bei sehr dünnen, empfindlichen oder abgeschrägten Tischplatten sollte vorab geprüft werden, ob die Klemme sicher aufliegt.
Monitorarm mit Durchtischbefestigung
Bei einer Durchtischbefestigung wird der Monitorarm über eine Bohrung in der Tischplatte montiert. Dafür kann ein vorhandenes Loch, zum Beispiel ein Kabeldurchlass, genutzt werden. Alternativ lässt sich die passende Öffnung meist auch mit einem normalen Bohrer herstellen.
Diese Befestigungsart wirkt besonders aufgeräumt und bietet einen sehr stabilen Halt, da der Monitorarm direkt mit der Tischplatte verbunden wird. Sie eignet sich vor allem für dauerhaft eingerichtete Arbeitsplätze oder Setups mit größeren und schwereren Monitoren.
VESA-Kompatibilität prüfen
Nicht jeder Monitor lässt sich ohne Weiteres an einem Monitorarm befestigen. Entscheidend ist, ob der Bildschirm über eine passende VESA-Aufnahme verfügt. Gängige Standards sind 75 × 75 mm und 100 × 100 mm. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, welcher VESA-Standard am Monitor vorhanden ist und ob dieser zur Aufnahme des Monitorarms passt.
Bei einigen Monitoren, insbesondere bei bestimmten Design-, Curved- oder Ultrawide-Modellen, kann ein zusätzlicher VESA-Adapter erforderlich sein. Deshalb lohnt sich ein Blick in die technischen Daten des Monitors, bevor ein passender Monitorarm ausgewählt wird.
Worauf sollte man bei einem Monitorarm für 1 Monitor achten?
Beim Kauf eines Monitorarms für 1 Monitor sollten vor allem Monitorgröße, Gewicht und Traglast berücksichtigt werden. Die angegebene Tragkraft des Monitorarms muss zum tatsächlichen Gewicht des Bildschirms passen, idealerweise mit etwas Reserve. Besonders bei großen, schweren oder gebogenen Displays ist außerdem wichtig, dass der Monitorarm stabil genug ist und der Bildschirm zuverlässig in der gewünschten Position bleibt.
Bei Curved- und Ultrawide-Monitoren spielt neben dem Gewicht auch die breite Bauform eine Rolle. Ein 34-Zoll-Curved-Monitor mit R1500-Krümmung und etwa 6 kg Gewicht kann durch seine Breite eine stärkere Hebelwirkung auf Gelenke und Befestigung ausüben als ein kompakter Standard-Monitor mit ähnlichem Gewicht. Deshalb sollte bei solchen Displays nicht nur die maximale Traglast geprüft werden, sondern auch, ob der Monitorarm für größere Bildschirmformate geeignet ist.
Auch die Befestigung am Schreibtisch sollte zur Tischplatte passen. Wichtig sind eine stabile Tischplatte, die passende Plattenstärke und ausreichend Platz für Tischklemme oder Durchtischbefestigung. Je nach Arbeitsplatz können außerdem Verstellbereich, Kabelführung und die Möglichkeit zur Nutzung im Hochformat relevant sein.